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Steirermen Connection II

Freitag, 31.08.2012

Nach ihrem fulminanten ersten Streich beim ersten Murwärts-Festival in der BRÜCKE skandierte das enthusiastische Publikum lauthals: „Da capo!“ Zu Recht. Und ob des vortrefflichen Geschmacks der begeisterten Zuhörer gingen die umtriebigen Herren Martin Burböck, Andreas Safer, Reinhold Kogler und Martin Moro flugs daran, in althergebrachter Manier frei nach Wilhelm Busch den zweiten Streich und danach deren mehrere folgen zu lassen.

Dem Anlass entsprechend haben sie einiges an Liedern quer durch den Gemüsegarten der Musikgeschichte zusammengetragen, um das geneigte Ohr mit exquisiten Klängen zu ergötzen. Aber Vorsicht, diese Herren schrecken vor nichts zurück! Die Quetsch’n rockt wie Van Halen, die Rhapsodie der Boheme wird kurz gefasst und ein Drache schließt Bekanntschaft mit den Oberkrainern – alles natürlich im Sinne der Völkerverständigung.

Zum Einsatz kommt neben dem handelsüblichen Instrumentarium (Bariton -Gitarre , Harmonika, Geige, Percussion, Dobro, E-Bass) auch das ein oder andere possierliche Requisit aus den parallelen Welten der unüblichen Klangerzeuger – etwa Nasenflöte, singende Säge … und Reinhold Koglers „Hupe“ sowie eine 7 saitige Bass-Bariton Gitarre.

Pop-Fans, verkriecht euch unter der Stereo-Anlage! Grazer, haltet die Gamsbärte fest! Die Steirermen Connection ist wieder in der Stadt!

 

Charlie & die Kaischlabuam

Freitag, 24.08.2012

Einmal angenommen, nach längeren Aufenthalten in Louisiana und Jamaika ließen die Kernbuam diese dort aufgesogenen musikalischen Einflüsse in ihre eigene Musik einfließen. Wie würde das klingen? Eventuell so wie Charlie & die Kaischlabuam. Nach traditioneller steirischer Musik nämlich: Blues, Country, Boogie und Rock’n‘Roll.

Bei den Kaischlabuam trifft steirischer Dialekt auf Louisiana, New Orleans und jamaikanische Reggae Grooves. Heraus kommt dabei eine wilde Mischung aus Dialektblues, Rock’n’Roll und Heimatliedern. Eigenkompositionen, aber auch Covers von so illustren musikalischen Persönlichkeiten wie Hank Williams und Muddy Waters interpretieren Charlie & die Kaischlabuam gekonnt eigenwillig.

Mit einer Dobro, einem Baritonhorn (Eufonium) und einer steirischen Harmonika erzählen Karl-Heinz Kainz, Christoph Wundrak und Martin Burböck

 

Radio Zastava (I)

Freitag, 17.08.2012

„The Funambolic Heptet“

Ihre Charakteristika: Virtuosität, Improvisationskunst, Sinn für Atmosphäre und ein ausgeprägter Hang zur Theatralik. Ihr Ziel: Frauen und Männer, Alte und Junge, Arme und Reiche zum Feiern zu verführen und zum Tanzen anzustiften. Innerhalb kürzester Zeit stiegen Radio Zastava zu einer der gefragtesten balkan-orientierten Bands Italiens auf. Denn egal ob Straßen oder Gassen, Hauptplätze oder Hinterhöfe, Hochzeiten oder andere Feste – alles macht Radio Zastava zur Bühne. Durch jugendlichen Elan, Spritzigkeit und virtuosen Spielwitz wissen sie, ihr Publikum zu begeistern, zu fesseln und mitzureißen. Und das weit über die Grenzen ihrer friulanischen Heimat hinaus.

Seit 2005 sind die Zastavas auf den großen und kleinen Bühnen dieser Welt unterwegs, um mit ihrem Mix aus Gipsy-, Klezmer- und typischem Balkan-Sound Grenzen zu sprengen und Mauern einzureißen. Schließlich ist Radio Zastava multikulturell: österreichische, friulanische, serbisch-bosnische und slowenische Einflüsse finden sich in ihrer Musik ebenso wie der klassische Klezmer oder der Gipsy-Swing. Dieser Mix aus Tradition und Innovation erlaubt den Zastavas eine stilistische Bandbreite, die vom klassischen Repertoire bis hin zu Eigenkompositionen – beeinflusst von Swing, Manouche, italienischem Folk und Punk – reicht. Ihr erstes Album, „The Funambolic Heptet“, legt darüber beredtes Zeugnis ab.

Radio Zastava: weit mehr als handelsübliche Gipsy Klezmer Balkan Musik. Eine unwiderstehliche Mischung aus instrumentalem Können und ungezügelter Lebensfreude. Mit anderen Worten: der Puch 500 war gestern, heute fahren wir ab auf die Zastavas!

 

Radio Zastava sind:

  • „Yatta“ Cej: Akkordeon
  • Marco Von Kappel: Tuba
  • Nico “de Puta” Rinaldi: Alto-Sax
  • Stafano Savi: Perkussion
  • Leo Virgili: Posaune
  • Gabriele Cancelli: Trompete
  • Pedrag “Pedja” Pijunovic: Tapan

 

 

Wolfram Berger

Freitag, 10.08.2012

Die Großherzogin von Gerolstein
Berger liest Kraus liest Offenbach

Mit seiner vom Klavier begleiteten Lesung der großen Offenbach-Operette „Die Großherzogin von Gerolstein“ hat Karl Kraus das Verständnis für die Tiefenschichten in der Tollheit Offenbachs geweckt und eine Welt blühenden Unsinns entdeckt. Multitalent Wolfram Berger hat diese Welt in seiner virtuosen Version der Operette wieder gefunden. Begleitet wird er dabei von Aris Feslikidis am Klavier.

Im fiktiven Herzogtum Gerolstein, um 1840: Eine junge Regentin, ein Graf, ein Prinz, Heerführer General Bumm und ein fescher, aber kriegsunwilliger Grenadier stehen im Mittelpunkt der Satire, in der durch Dummheit und Eitelkeit ein Krieg losgetreten wird, der aber einen turbulenten und unerwarteten Verlauf nimmt.

In der Übersetzung von Karl Kraus, in der das Stück vom Erhabenen zum Lächerlichen changiert, klingen auch Bruchstücke aus „Die letzten Tage der Menschheit“ mit. Wolfram Bergers fulminanter Parforceritt durch alle Rollen des Stücks ist komisch, spannend, absurd und voller Überraschungen. Dem Wortjongleur gelingt eine ebenso dichte, geniale wie blöde, ebenso tiefsinnige wie burleske, jedenfalls brillante Inszenierung.

“Die Herzogin von Gerolstein” – vorgetragen von Wolfram Berger, kongenial am Klavier begleitet von Aris Feslikidis.

 

Lechner, Trabitsch & Rosmanith

Freitag, 03.08.2012

Los Gringos – Die schönsten Lieder der Welt

Was sie schon immer an Musik hören wollten, sich jedoch nie trauten zuzugeben: hier ist es! Von Harry Belafonte, Fred Bertelmann und Wolfgang Ambros über die Beatles bis hin zu Deep Purple oder Ry Cooder. Alles ist möglich bei den Gringos. Denn die Herren Lechner, Trabitsch und Rosmanith gönnen sich den Spaß, und spielen als Los Gringos querbeet durch das populäre Musikgut dieser Welt.

Da findet sich schon auf einmal der unverwüstliche Harry Belafonte in der akustischen Nachbarschaft von Deep Purple, schließlich sind die Horizonte dieser Musiker noch weiter als man meinen möchte. Die Hitparade der Musiker ist natürlich immer neu, die Lieder und ihre Platzierung ergeben sich im Laufe des Konzertes. Manchmal werden auch Publikumswünsche erfüllt.

Mehr als das „Was“, begeistert bei den drei Musikern aber das „Wie“: Hier wird virtuos musiziert, mit vielen überraschenden Wendungen, ansteckender Spielfreude und hörbarem Spaß an der Sache. So hat man bekannte Songs garantiert noch nie gehört. Einzig das allerschönste Lied der Welt, das trauen sich nicht einmal Los Gringos zu spielen!