Pfui Pfui
29. Januar 2009 von gerwin.weiher
05.01.2009
Wir haben Finanzprobleme – diese Tatsache ist hinlänglich bekannt. Weniger bekannt hingegen dürfte die Tatsache sein, dass diese Finanzprobleme auch daher rühren, dass Behörden oftmals mehr als säumig in ihren Zahlungen für erbrachte Leistungen als auch von einer zum Himmel schreienden Langsamkeit in ihren Entscheidungen über die Zuerkennung von Leistungsansprüchen sind.
Nehmen wir das Beispiel von Herrn A.: der hat im Juli und August an unseren betreuten Urlaubswochen teilgenommen. Ausstehender Betrag: rund 1.500 Euro. Vermutlicher Grund für die Nichtauszahlung: ein Datenbankfehler, der statt 12 Teilnehmern deren 13 ausgeworfen hatte, aufgefallen und bereinigt worden war (mit Bekanntgabe an die zuständige Abteilung des Landes Steiermark). Dieser hat offenbar die zuständige Sachbearbeiterin Ende Oktober dazu veranlasst, unsere Abrechnung (trotz zuerst telefonischer Erklärung und dann per mail erfolgter Sachverhaltsdarstellung) anzuzweifeln und uns des Betruges zu zeihen, und uns mit einer Überprüfung durch das Land Steiermark zu drohen.
Zur Erklärung: nehmen mehr Betreute als Betreuer an einer Veranstaltung teil, wird aliquotiert. Das bedeutet, dass der Träger (in diesem Fall die Brücke) erheblich weniger Geld für die Betreuung vergütet bekommt, dem Betreuten dennoch die volle Minutenanzahl!!! (ja, wir müssen in Minuten abrechnen!) von den ihm zugebilligten Stunden abgezogen wird. Wir bedanken uns herzlich bei der Bezirkshauptmannschaft, der der geografische Bereich rund um Graz unterstellt ist. Es wäre endlich an der Zeit, den längst fälligen Betrag zu überweisen. Ein großes Pfui-Pfui also an die Bezirkshauptmannschaft des Umlandes der Landeshauptstadt, weil sie offensichtlich kleine Träger als die Verursacher der „großen Kosten“ entlarven möchte (auch wenn dies jeglicher Lage der Tatsachen widerspricht), und weiterhin keinerlei Zweifel an der Redlichkeit der „Großen“ aufkommen lässt.
Weiter so! Wir lassen uns am Telefon gern anbrüllen.
















